Der Gott des Gemetzels 2011

Inhalt

„Ich glaube an den Gott des Gemetzels.“ - Wie weit muss es gekommen sein, dass sich ein Familienvater zu solch einer Aussage hinreißen lässt?

Nach einer Prügelei zwischen ihren Söhnen treffen sich zwei äußerst unterschiedliche Ehepaare und möchten den Vorfall friedvoll klären. Schon bald stellt sich jedoch die Unfähigkeit der Protagonisten heraus die anfängliche Korrektheit aufrecht zu erhalten. Vielmehr brechen sich Konflikte zwischen allen Figuren, insbesondere zwischen den Eheleuten, Bahn. Die Figuren straucheln und kommen letztlich doch nicht von der Stelle. Schließlich muss man sich fragen, ob man sich in einer modernen Gesellschaft zivilisiert verhalten kann oder ob alles nur Teil einer heuchlerischen Fassade ist.

Reizvoll ist sowohl für die Schauspieler als auch für alle Theaterbesucher, dass die gesamte Handlung auf vier Personen in einem einzigen Raum konzentriert ist, wobei das Stück ohne Zeitsprünge auskommt. Hierdurch vermag es diese Inszenierung den Zuschauer Teil des Konflikts werden zu lassen. „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza darf wohl als die eindrucksvollste „Komödie“ der letzten Jahre gelten („erschreckend perfektes Stück“ SZ vom 4.9.2011), weswegen sie gegenwärtig das meist gespielte Theaterstück der großen europäischen und nordamerikanischen Bühnen ist und von Roman Polanski verfilmt wird. Die hochkarätige Besetzung aus den Reihen der Moskitoldies eröffnet mit diesem Theaterstück die Spielzeit 2011/12 im Kaufbeurer Stadttheater.

Aufführungen

25.09.2011 (Premiere)
28.09.2011
30.09.2011
02.10.2011

Jeweils 19.30 Uhr im Stadttheater Kaufbeuren

25.11.2011
26.11.2011
27.11.2011

im Corona Kinoplex Kaufbeuren

Mitwirkende

Es spielen:
Cordelia Tietz, Stefan Tretter, Lorenz Prasch, Martina Simkin

Regie:
Martin Valdés-Stauber, Werner Pohl